kostenlose WordPress Plugins

Warum kostenlose WordPress Plugins ein Problem sein können

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Author: Thomas Kirschnick
Veröffentlicht: 05.04.2022

Kostenlose WordPress Plugins zu nutzen, klingt verlockend und ist häufig sinnvoll. Es gibt aber auch Schattenseiten, die wir uns näher ansehen. Etwa 43% aller Webseiten laufen mit dem Content Management System WordPress. Das System ist Einsteiger-freundlich, intuitiv zu benutzen und praktisch beliebig an die eigenen Bedürfnisse anpassbar. Neben einer fast unendlichen Vielfalt an Designs gibt […]

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Kostenlose WordPress Plugins zu nutzen, klingt verlockend und ist häufig sinnvoll. Es gibt aber auch Schattenseiten, die wir uns näher ansehen.

Etwa 43% aller Webseiten laufen mit dem Content Management System WordPress.

Das System ist Einsteiger-freundlich, intuitiv zu benutzen und praktisch beliebig an die eigenen Bedürfnisse anpassbar. Neben einer fast unendlichen Vielfalt an Designs gibt es zahllose Plugins, mit denen der Funktionsumfang der Website beträchtlich erweitert werden kann. Doch was auf den ersten Blick großartig wirkt, hat auch seine Schattenseiten. Viele dieser Plugins findet man im so genannten Repository, einem Verzeichnis auf wordpress.org. Alle dort angebotenen WordPress Plugins sind erst einmal kostenlos. Viele für immer.

Und das ist doch toll. Oder? Ich meine, natürlich möchte man sparen, wo es geht. Und wenn Entwickler der Community etwas zurückgeben wollen, dann kann das doch nicht falsch sein. Das ist ja im Grunde auch die Leitidee hinter der GNU Public License. (Die bildet auch die Grundlage für die kostenfreie Nutzung von WordPress selbst.)

Kostenlose WordPress Plugins sind nicht für jeden kostenlos

Es gibt allerdings einige Punkte, die dabei zu beachten sind. Klären wir hier, welche Plugins man guten Gewissens verwenden kann. Von welchen sollte man besser die Finger lassen, und warum überhaupt?

Die Entwicklung von WordPress Plugins erfordert neben Expertise natürlich auch personelle Ressourcen. Dabei bleibt es aber nicht. Denn mit jeder Weiterentwicklung von WordPress ist der Plugin-Entwickler gezwungen, zumindest zu prüfen, ob der Code noch funktionstüchtig ist oder ob Schwachstellen entstanden sind. Hinzu kommt der wesentliche Aufwand, der für Plugin-Entwickler entsteht:

Der Support. Einfache Rückfragen zur Benutzung, Verbesserungsvorschläge, Debugging verursachen eine Menge Aufwand. Dennoch ist er essentiell für den Erfolg des Plugins und für eine hohe Nutzerzufriedenheit. Kurz: Ein Plugin zu veröffentlichen und zu betreiben kostet Geld. Das muss man sich leisten können.

Es gibt unzählige Entwickler, die entnervt aufgegeben haben, weil ohne Monetarisierung der Betrieb des Plugins zum Albtraum wurde. Sie wurden gewissermassen zu Sklaven ihrer eigenen Plugins.

WordPress Plugin Entwickler Frust

Aus Sorge um ihre Reputation haben sie viel Zeit, Geld und Energie hineingesteckt, ohne auch nur ansatzweise eine entsprechende Anerkennung zu erhalten. Noch frustrierender: Häufig profitieren davon Agenturen oder Dienstleister, die selbst Umsatz mit der Verwendung des Plugins erzielen. Was also können die Entwickler tun? Einige Anbieter bitten um Spenden - die wenigsten sind allerdings mit den Einnahmen zufrieden. Häufig werden erweiterte Funktionalitäten gegen Bezahlung angeboten.

Pro-Versionen als Einmal-Zahlung oder im Abo-Modell refinanzieren den Aufwand der Entwickler. Und hier kommen wir der Sache näher. Ein Entwickler, der eine Einnahmemöglichkeit durch sein Plugin hat, verfügt mit höherer Wahrscheinlichkeit über die Ressourcen, das Plugin funktionell intakt und sicher zu halten. Im Idealfall können User-Wünsche umgesetzt werden und eine aktive Weiterentwicklung macht das Produkt nachhaltig wertvoll.

Was sind nun die konkreten Gefahren bei Verwendung kostenloser WordPress Plugins?

Wenn Plugins nicht mit dem Update-Zyklus von WordPress Schritt halten, kann es zu Funktionseinschränkungen kommen, bis hin zur Unbenutzbarkeit.

WordPress basiert auf PHP. Versions-Sprünge der Programmiersprache ziehen regelmäßig die Notwendigkeit von Codeanpassungen nach sich. Wenn ein Plugin-Entwickler die PHP-Versionierung nicht berücksichtigt, kann es zu funktionellen Problemen sowie Sicherheitslücken kommen.

Funktionseinschränkungen und Sicherheitslücken, Stagnierende Weiterentwicklung, Quälend langsamer oder gar kein Support. Das sind ganz grundsätzlich Themen, die bei der Verwendung von s.g. Third-Party-Entwicklungen auftreten können. Auch bei bezahlten! Aber: Ein Anbieter, der von seiner Arbeit lebt, hat deutlich mehr Interesse und Kapazitäten, angemessen zu agieren und zu reagieren. Deswegen ist die kostenlose Variante häufig nicht bessere.

Und man sollte natürlich nicht vergessen: Viele Webseiten erzielen auf die ein oder andere Weise einen kommerziellen Zweck. Inwieweit ist es gerechtfertigt, die kostenlose Arbeit anderer zu verwenden, um damit Gewinn zu erzielen?

Was hältst Du davon? Wie sind deine Erfahrungen damit? Gibt es Ausnahmen, die du kennst? Kannst du zuverlässig auf bezahlte Plugins verzichten? Und möchtest du das?

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Die webreform GmbH ist eine WordPress Webdesign Agentur aus Potsdam bei Berlin. Mit etwa 15 Jahren in der Entwicklung von WordPress-Webseiten hat die Agentur umfangreiche Erfahrungen in der Umsetzung von Webprojekten jeglicher Größenordnung. Neben der Umsetzung von Website-Projekten widmet sich die Agentur mit Hingabe der technischen und inhaltlichen Website-Pflege.
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